Sie ist gerichtet! Ist gerettet! – Tablets im Deutschunterricht

Der nächste Versuch auf dem Weg einer Konzeptionierung zukünftiger Arbeit mit Tablets in der Schule:

Faust I ist Pflichtlektüre im Deutschunterricht der Q1. Im Leistungskurs sind die Schwierigkeiten mit der Analyse des Textes allgegenwärtig: Thematik und Sprache erweisen sich als sperrig, vorsichtig ausgedrückt. Am Ende der Unterrichtsreihe soll die Arbeit mit dem Tablet einen motivierenden Alternativzugang zum Text ermöglichen: Gestik und Mimik, Gruppendynamik  bringen das Textverständnis zum Ausdruck, als Ergänzung zur sprachlichen Formulierung.

In Gruppen werden Textauszüge selbständig ausgewählt und zunächst inhaltlich, sprachlich sowie formal analysiert. Daran anknüpfend soll ein dem Schwerpunkt des Textes angemessenes Standbild produziert, überarbeitet und optimiert werden. Die Auswertung der Standbilder findet schließlich im gesamten Kurs statt, indem die Bilder über Beamer auf eine weiße Wand (hier ein IWB, außerdem notwendig: WLAN oder Router, Apple TV o. Ä.) projiziert werden. Die Schüler erörtern die Gründe für ihre Gesten und den Bildaufbau vor der Gruppe. Die Ergebnisse sind ebenso auffällig gut wie die Motivation der Schüler hoch ist: Im anschließenden Reflexionsgespräch zeigen sich klare Vorstellungen der Schüler von den Vorteilen der Tablets (Optimierbarkeit und Reproduzierbarkeit der Standbilder, selbständige Erkenntnis eigener Verbesserungsmöglichkeiten durch  den Blick auf sich selbst, mediale Aufbereitung des Fotos). Hier das Ergebnis der Gruppe, die sich für die Schlussszene aus „Kerker“ entschieden hat:

Kerker[…]
Faust:
Der Tag graut! Liebchen! Liebchen!
Margarete:
Tag! Ja, es wird Tag! der letzte Tag dringt herein;
Mein Hochzeittag sollt es sein!
Sag niemand, daß du schon bei Gretchen warst.
Weh meinem Kranze!
Es ist eben geschehn!
Wir werden uns wiedersehn;
Aber nicht beim Tanze.
Die Menge drängt sich, man hört sie nicht.
Der Platz, die Gassen
Können sie nicht fassen.
Die Glocke ruft, das Stäbchen bricht.
Wie sie mich binden und packen!
Zum Blutstuhl bin ich schon entrückt.
Schon zuckt nach jedem Nacken
Die Schärfe, die nach meinem zückt.
Stumm liegt die Welt wie das Grab!
Faust:
O wär ich nie geboren!
Mephistopheles (erscheint draußen) :
Auf! oder ihr seid verloren.
Unnützes Zagen! Zaudern und Plaudern!
Mein Pferde schaudern,
Der Morgen dämmert auf.
[…]
Margarete:
Gericht Gottes! dir hab ich mich übergeben!
Mephistopheles (zu Faust):
Komm! komm! Ich lasse dich mit ihr im Stich.
Margarete:
Dein bin ich, Vater! Rette mich!
Ihr Engel! Ihr heiligen Scharen,
Lagert euch umher, mich zu bewahren!
Heinrich! Mir graut’s vor dir.
Mephistopheles:
Sie ist gerichtet!
Stimme (von oben):
Ist gerettet!

(aus J. W. v. Goethe: Faust I, VV. 4579 – 4612)

Ständig vor der Linse

  • Ein Reiseführer aus den 80ern, ein Bildband aus den 70ern:  Mein achtjähriger Sohn fragt erstaunt, was das denn sei. Ihm fallen sofort das Alter, die Machart, die ungewohnt schlechte Qualität der Bilder ins Auge. Die hier abgebildeten Menschen jedoch scheinen unbekümmert, unbeobachtet vor allem, sie  geben sich natürlich, wenig fotogen, sind einfach mit ihrem Leben beschäftigt. Und heute? Jugendliche inszenieren sich permanent. Überall lauert die Kamera. Sobald eine erblickt wird: die eingeübte Pose, das aufgesetze Gesicht, zigfach optimiert vor dem Spiegel, bis sie gefallen. Wie unbeschwert doch die Zeit vor 30, 40 Jahren! Wie viel Raum für Privatheit, Unentdecktes, Geheimnisvolles. Die ständige Präsenz, die stete Möglichkeit der Veröffentlichung, die permanente Bereitschaftsstellung: Was machen sie mit den Jugendlichen?

Kleiner Feldversuch: Analoges vs. digitales Bearbeiten eines Textes

IMG_0118Heute habe ich in einem Oberstufen-Kurs (Jahrgangstufe 11) einen kleinen Versuch gestartet: Die 20-minütige Bearbeitungsphase eines Textes (in 5-er Gruppen) sollte wahlweise analog bzw. digital geschehen, und zwar mit dem Handy der Schülerinnen und Schüler. Arbeitsauftrag: Fasst die Hauptaussagen des Textes in euren Worten zusammen! Nach anfänglichem Staunen lief alles rasch an: Der Text wurde heruntergeladen (schulinterner Server), das Öffnen bereitete nach dem Herunterladen einer zuständigen App kaum noch Probleme, das Lesen gelang reibungslos. Aber schon in dieser Phase fragten einige nach weiteren (analogen) Kopien, die sie lieber bearbeiten wollten, weil das Markieren, Unterstreichen, Notieren problematisch, wenn überhaupt möglich war. Je nach Kenntnissen und Fähigkeiten der jeweiligen Apps gelang es nur wenigen, den Text, ähnlich, wie es analog möglich ist, zu bearbeiten. In der anschließenden Reflexionsphase äußerten sich die Schüler grundsätzlich positiv zum Einsatz mobiler Endgeräte: leichte Lesbarkeit, leichterer Ranzen, Multifunktionalität, Vorbereitung auf das spätere digitale Berufsleben. Negativ angemerkt wurde die problematische bis unmögliche Bearbeitung des Textes mit dem Handy.

FAZIT: Das mobile Endgerät Handy taugt  nur zum Lesen eines Textes, kaum zum adäquaten  Bearbeiten. Dazu müssen die Geräte schon über größere Displays und bessere Arbeitsmöglichkeiten  (Tablets bzw. Laptops) verfügen.

1. Schritt in Richtung Medienscouts

Welches Konzept eignet sich am besten zur Förderung der Medienkompetenz möglichst vieler Schülerinnen und Schüler? Welcher renommierte Partner bietet ein solches Konzept für unsere Schule (Gymnasium NRW, kirchlicher Schulträger, ländliche Region, ca. 1000 Schüler) an? Diese Frage beschäftigte mich während der Sommerferien. Überzeugt hat mich letztlich der Peer-to-Peer-Ansatz des LfM-Projekts Medienscouts NRW:

http://www.medienscouts-nrw.de/

Die Schüler als Ansprechpersonen in Sachen Medien auszubilden, scheint mir vielversprechender als eine (die Beteiligten verpflichtende) Implementation ins schulinterne Curriculum, wie sie andere  Projekte vorsehen. Die technischen und personellen Voraussetzungen sind vorhanden, sodass der 1. Workshop zum Thema „Internet und Sicherheit“ an einem freien Samstag von 9 – 16.00 Uhr in der Schule stattfinden konnte. 12 Teilnehmer – Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-11 – brachten ihr eigenes Equipment (Laptop/Tablet und Handys) mit – vorteilhaft insbesondere, weil die Arbeit mit dem eigenen Gerät somit ganz automatisch nicht nur dem (gewohnten) Konsumieren, sondern auch der Einübung ins Produzieren diente. Gespannt und freudig erwartend waren alle gekommen, daran änderte auch die Schulumgebung und der WS-Leiter, der einigen auch als Lehrer bekannt ist, nichts.

Nachdem der einleitende Film mit den Aufgaben eines Medienscouts vertraut gemacht hatte, breitete sich Unsicherheit aus: „Wir sollen Ansprechpersonen sein für die ganze Schule? Wie soll das gehen?“

Die Erarbeitung der Themen, u.a. Technischer Schutz, Passwörter, Mail / Spam, Wikipedia, Datenschutz / Privatsphäre, Chat, YouTube, Werbung / Abzocke, Pornografie und Urheberrecht, geschah in Kleingruppen und oftmals arbeitsteilig, verbaler Austausch war selbstverständlich, Unterstützung über Altersgrenzen hinweg (in beide Richtungen) wohltuend und effizient. Zwei Personen hatten technische Schwierigkeiten.Auch ihnen wurde wie selbstverständlich geholfen.

DSC_0539 Kern des Workshops stellte die Vorbereitung der Präsentationen der einzelnen Gruppen dar. Den Vorschlag im Arbeitsmaterial, analoge Plakate zu erstellen, ersetzte ich kopfschüttelnd durch die digitale Variante. Das ansonsten akribisch vorbereitete und sehr detaillierte Material bedarf bezgl. des Lehrerhandbuchs „Knowhow für junge User“ nach 8 Jahren (!) unbedingt einer Auffrischung – die ist aber, laut Auskunft von Klicksafe, für den Herbst vorgesehen. Die Organisation der Arbeit in den Gruppen verlief m.E., im Vergleich mit „normalem Unterricht“, reibungsloser und selbstverständliicher.  Gearbeitet wurde fast ausschließlich mit den digitalen Dateien der Medienscouts-Webseite, die ebenso zur Verfügung gestellten Ausdrucke erwiesen sich als überflüssig. Gruppendynamisch stellte sich rasch jahrgangsstufenübergreifend eine offene und freundliche Atmosphäre ein.

Die Auswertung der 12 Sachthemen war ergiebig, aber auch sehr umfassend und daher anstrengend. DSC_0579Letztlich kann es aufgrund der Fülle der zu behandelnden Themenbereiche wohl nur auf „Experten-Medienscouts“, die sich in jeweils einem Themenfeld gut auskennen, hinauslaufen.

Und die für diese Themen dann Ansprechpersonen sind bzw. selbst ausbilden können. Bis dahin bedarf es sicherlich einer permanenten Vertiefung und Weiterbildung innerhalb der Themen.

Das Feedback sieht folgendermaßen aus: 45% bewerten den WS mit sehr gut, 27% jeweils mit sehr gut-gut bzw. gut. Damit bin ich zufrieden und freue mich auf den nächsten Workshop zum Thema „Social communities“, der mir besonders am Herzen liegt.

02

Copy, paste, remix and share???

Auszug aus einem Interview des Lehrers und Bloggers Torsten Larbig mit Spiegel Online (29/05/15):

SPIEGEL ONLINE: Die Methoden des Netzes werden gerne copy, paste, remix and share abgekürzt. Passt das zu dem alten Humboldt’schen Prinzip des tiefen Verstehens, auf dem besonders das Gymnasium fußt?
Larbig: Für mich ist das kein Widerspruch. Auch das wissenschaftliche Arbeiten, auf das Gymnasium und Abitur vorbereiten sollen, besteht darin, fremdes Wissen aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Digitalisierung macht diesen Prozess dynamischer, das heißt „Copy, paste, remix and share“ ist eine Weiterentwicklung bisheriger Arbeitsweisen.

Lieber Herr Larbig,

ich schätze Ihren Einsatz für die Digitalisierung der Schule sehr, mit dieser Äußerung haben Sie ihr aber einen Bärendienst erwiesen. Soeben korrigiere ich Deutsch-Klausuren 17-jähriger Schülerinnen und Schüler der Q1 (Gymnasium, NRW). Ich stelle fest – da ich dieses „Geschäft“ seit 25 Jahren betreibe, mit ein wenig Erfahrung – dass die sprachliche Ausdrucksfähigkeit vieler, nicht aller!, sich permanent verschlechtert. Probleme damit, sagen/schreiben zu können, was sie ggf. ausdrücken möchten, prägen den Schulalltag. Wir begegnen diesem Phänomen im Deutschunterricht u.a. mit Entschleunigung, im Extremen (z.B. der Lyrik-Analyse) mit der Konzentration auf das Wort, ja, den Buchstaben, den Klang. Das Zitieren einzelner Textstellen ist dabei zentral: Zunächst muss die Textstelle als bedeutsam erkannt, markiert und grammatisch korrekt in die eigene Analyse integriert werden, bevor sie ausgewertet wird. Diese Auswertung geschieht in unmittelbar persönlicher Auseinandersetzung mit der Textstelle, die einer Wechselwirkung zwischen Ich und Text gleichkommt. Diese (mitunter anstrengende) Auseinandersetzung muss (über Jahre) geübt, vertieft und dadurch kann Sprachfähigkeit geschult werden, um Menschen zu sich selbst und einem Verständnis der Welt zu führen (und letztlich über sich selbst hinauswachsen zu können).

lacoste1Copy and paste verführt den Schüler zur (unkritischen) Übernahme fremder Gedanken und Formulierungen. Es führt zu Oberflächlichkeiten und vorschnellen Zufriedenheiten angesichts einer Textmasse, die durch ihre Fülle rasch zu einer Schein-Zufriedenheit führt. Was wir brauchen, ist die Vermittlung der Fähigkeit KRITISCHEN DENKENS, die NUR IM EIGENEN KOPF gefördert werden kann. Sie ist grundlegende Voraussetzung nicht nur dafür, dass Schüler (später) nach Vertragsabschluss keine böse Überraschung erleben, falls die Waschmaschine statt des Autos geliefert wird, sondern ebenso fundamental für die digitale Kommunikation, bei der schon ein Klick weitreichende Konsequenzen haben kann.

Ich bin auch für die Digitalisierung der Schule, aber ohne die Lehrerinnen und Lehrer geht das nicht. Und die sind mit Copy, paste, remix und share verständlicherweise (!) nicht zu überzeugen.
Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant) –  Ist das nicht schon fast 240 Jahre alt?

Schluss damit!

Ich kann mich noch gut an den Aufschrei erinnern, als es um die finanzielle Unterstützung erster schulischer Projekte durch Sponsoren ging: Bloß keine Abhängigkeiten von der Wirtschaft, Bildung und Ökonomie haben nichts miteinander zu tun! Müssen wir demnächst Werbeplakate aufhängen? Der sog. „PISA-Schock“, der Bologna-Prozess, Unzufriedenheiten potentieller Arbeitgeber: Das und mehr hat uns G 8, standardisierte Prüfungsleistungen und Analysen eingebrockt, die schon früh – zu früh – die berufliche Tauglichkeit der Schüler messen, prüfen und sie in Kategorien einteilen.

Im Studium verschärft sich, was sich im Gymnasium anbahnte: die totale Verschulung, ein randvoll gepackter Stundenplan, Pflichtprogramm ohne Raum für Kür. Was bedeutet uns Bildung? Welche Auswirkungen haben 24jährige Hochschulabsolventen, fit in ihrem Fach, geschult im Konkurrenzdenken, aber ohne die Chance, soziale Kompetenzen erworben, Lebenserfahrungen gesammelt zu haben, für Betriebe?

Wie konnte aus uns (ich bin Jahrgang 1961) etwas werden? Schule war mittags vorbei, wir spielten mit denen im Dorf, die gar nicht in unserer Klasse waren, sondern andere Schulen besuchten: Somit war Schule nachmittags auch kaum ein Thema. Buden bauen, auf Bäume klettern, die Buden der anderen zerstören, Bolzen und Songs auswendig lernen: Es gab so vieles, das Spaß machte und das Leben lebenswert.  25% unentschuldigter Schulstunden in der Oberstufe bedeuteten, dass der Kurs nicht angerechnet wurde. Viele von uns fehlten demnach exakt 24% ohne Entschuldigung. Wen kümmerte das?

Monte Carlo Monaco (56)_bearbeitet-1

Schule war ein Thema unter wichtigen anderen. Lehrer waren geborene Gegner der Schüler. Im Vergleich zu heute waren die offiziellen Abiturfeierlichkeiten lächerlich bescheiden – dafür feierten wir ausgiebig privat. Das Abiturzeugnis holte sich folgerichtig nicht jeder persönlich ab. Es wurde ja auch per Post zugestellt.

Im Studium boten sich Zeit und Raum für andere Fachrichtungen, zum Reisen, Theaterspielen, Menschen kennenlernen, die man sonst im ganzen Leben nicht mehr getroffen hätte. Abends wurden die Türen nicht zum Lernen abgeschlossen, sondern ausgehängt, um gemeinsam zu feiern.

Natürlich hat sich in den letzten 40 Jahren vieles im Berufsleben verändert. Das heutige Tempo, die Fülle an Aufgaben, eingeforderte Flexibilität, Technisierung und lebenslanges Lernen – all das konnte sich damals kaum jemand vorstellen. In einer globalisierten Wirtschaftswelt bieten diese gesteigerten Anforderungen das Fundament unseres Wohlstands. Darauf muss Schule vorbereiten, das ist richtig. Aber bitte immer mit Augenmaß: Schüler und Studenten sind in erster Linie Menschen in einer mitunter schwierigen und holprigen Entwicklungsphase. Sie brauchen Zeit, Auseinandersetzung, Orientierung, Möglichkeiten, sich (auch ohne Kosten-Nutzen-Rechnung) auf Umwege zu begeben und so reifen zu können.

„Schule – noch kein Ort der Medienbildung“

Die Schulen sind eher Teil des Problems als Teil der Lösung. Ihnen wird nahegelegt, dass sie in punkto Medienkompetenz Deutschland – im internationalen Vergleich – weniger zum Bildungs- als vielmehr zum Bildungskatastrophen-Standort machen. Die International Computer and Information Literacy Study (ICIL 2013), de­ren Ergebnisse im November 2014 vorgestellt wurden, erfasste die informations- und compu­terbezogenen Kompetenzen von Jugendlichen der 8. Klasse, Lehrkräften und Schulleitungen sowie die schulischen und außerschulischen Rahmenbedingungen ihres Kompetenzerwerbs in 21 Ländern. Bei vielen Ergebnissen des Ländervergleichs finden wir Deutschland im Mittelfeld oder auf den hinte­ren Plätzen. Die Jugendlichen hätten in Sachen Medienkompetenz deutlichen Nachholbedarf und fielen gegenüber Gleichaltrigen zum Bei­spiel aus Tschechien, Kanada, Polen, Südkorea, Dänemark oder den Niederlanden ab.

(aus: A. Lauber und M. Würfel: Entmutigende Medienkompetenzförderung?! In: merz 2/2015. S. 41.)

Stimmt das? M.E. ja. Wer vermittelt Medienkompetenz? Wenn überhaupt, eher die Peer-Group als die Schule. Meine Antwort als Lehrer darauf: „Learning by doing“ – Medienkompetenz erwerben durch Medienproduktion und deren kritische Reflexion. aktuelles LogoCa. 20 Schülerinnen und Schüler (jahrgangsstufenübergreifend) arbeiten in dieser AG, die sich in vier Arbeitsbereiche (Texte, Fotos, Videos, Audios) gliedert und die Produktion medialer Veröffentlichungen im Print- und Online-Bereich unterstützt. Die AG-Mitglieder produzieren Text- und Fotobeiträge für das Schul-Jahrbuch, für Presse- und Onlineveröffentlichungen sowie Audios und Videos, z.B. Interviews mit Hilfe der (technischen) Möglichkeiten, die insbesondere die „neuen“ Kommunikationsmedien bieten. Ihre Mitglieder sind entsprechend medial interessiert / kompetent und bilden sich im Bereich der (kritischen) Nutzung „neuer“ Medien fort. Sie lernen, Online-Tools zu nutzen und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander.
Die engere Zusammenarbeit der Mitarbeiter findet in den jeweils einzelnen Arbeitsbereichen statt, für deren Organisation jeweils leitende Personen verantwortlich sind. Jeder besitzt einen eigenen Laptop oder Tablet-PC bzw. Fotoapparat, Videokamera, Mikrofon, entsprechende Hard- und Software (BYOD). Die Schule stellt zwei hochwertige DSLR inkl. Zubehör sowie Software und weitere technische Hilfsmittel zur Verfügung.
Die AG bzw. die Mitglieder der einzelnen Arbeitsbereiche treffen sich auf verschiedenen Ebenen:
innerhalb der Schule, in den jeweiligen Arbeitsbereichen kooperieren / diskutieren sie z.B. über soziale Netzwerke, z.B. WhatsApp bzw. Facebook, ggf. per Mail, Google Drive, usw. Die gesamte Gruppe trifft sich unregelmäßig zu Schulungen, die alle Arbeitsbereiche betreffen, z.B. zu den Themen Google Drive als gemeinsame Arbeitsplattform, Urheberrecht, Datenschutz, praktische Medienarbeit (Schreib-Workshops, Photoshop, YouTube). Auf diesem Weg gewinnen die Teilnehmer an Medienkompetenz, vermittelt durch das Arbeiten mit und Produzieren von Medien: Mediengestaltung verstehen und reflektieren. IST DAS DER (RICHTIGE) WEG?