Archiv der Kategorie: schule.digital

Schule.digital

Willkommen 

Zur 2. Veranstaltung Schule.digital, in deren Zentrum das Thema Lernen und Lehren mit digitalen Medien stand, fanden sich zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer aus Grund- und weiterführenden Schulen der Region sowie dem eigenen Kollegium zusammen. Auch Ehemalige, Vertreter unterschiedlicher regionaler Institutionen und Hochschulen sowie der bischöflichen Schulen im Bistum waren anwesend, um sich u.a. über unser Tabletklassen-Konzept sowie dessen technische und inhaltlich-pädagogische Realisierung zu informieren.

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Andreas Büsch, Professor für Medienpädagogik und Kommunikationswissenschaft sowie Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz hielt den kurzweiligen Impulsvortrag zum Thema „SchülerInnen und LehrerInnen – treffen (Medien-)Welten aufeinander? Was Natives von Immigrants lernen können“ und stand im anschließenden Gespräch Rede und Antwort.

Nach dem gemeinsamen Essen in der lichtdurchfluteten Mensa wählten die Gäste unter mehreren Session-Angeboten aus. „Bitcoin, Blockchain, Künstliche Intelligenz & Co. – Was heißt das eigentlich und warum ist es für Lehrer relevant?“ – dieses Thema bot Robert Bouschery, CFG-Abiturjahrgang 2011, Managing Director von PIRATE GLOBAL/Köln an.

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Frajo Ligmann, Lehrer und Koordinator der iPad-Klassen am Gymnasium Würselen und mehrfach ausgezeichneter Pionier in Sachen „digitale Schule“, bot zwei Sessions an: „Vom Scheitern zum Erfolg – Entwicklung eines digitalen Bildungskonzepts am Gymnasium Würselen“ sowie „Flipped Classroom – didaktisch sinnvoller Einsatz von Erklärvideos“.

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Oliver Bülles ist Medienberater im Kompetenzteam des Kreises Düren, Lehrer am Nelly Pütz Berufskolleg und bot das Thema „Interaktive Videogestaltung mit H5P“ an.

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Parallel zu den beiden letzten Sessions fand eine Konferenz der Vertreter der bischöflichen Schulen statt, in der Jürgen Drewes, Organisator des Tages und Leiter einer Tabletklasse, Einblicke in deren Arbeit und Konzept ermöglichte. Außerdem gab es die Möglichkeit kurzer Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern, bevor sich ein Erfahrungsaustausch und weitere Informationen seitens der Schulabteilung anschlossen.

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Anzeichen der Krise (I): Das gute alte Postfach statt digitaler Medien

Bildung unter Bedingungen der Digitalität

In der krisenhaften Übergangszeit zwischen dem Gutenberg-Paradigma und dem Turing-Paradigma driften die Buch-Schule und die Welt der Digitalität immer weiter auseinander.

Neben offensichtlichen Abwehrmaßnahmen wider das Neue (z.B. Smartphones) lassen sich deutliche Anzeichen der Krise auch an internen Widersprüchen ablesen, die manchmal etwas schwieriger zu entdecken sind. Das soll anhand des folgenden Beispiels gezeigt werden:

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Schillers „Wilhelm Tell“: Textanalyse kombiniert mit Erklärvideo

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Die folgende Unterrichtsreihe zu Schillers „Wilhelm Tell“ im Deutschunterricht der Jgst. 9 (Gy) integriert sowohl herkömmliche Methoden der Textanalyse als auch die Produktion eines Erklärvideos. Sie stellt m.E. eine gelungene Kombination zwischen klassischem Deutschunterricht und der Arbeit mit digitalen Medien, die neuartige Aufgaben und Lernwege ermöglichen, dar. Diese Unterrichtsreihe habe ich in meiner Tabletklasse durchgeführt. Sie umfasste 18 Unterrichtsstunden, darüber hinaus haben die SchülerInnen zwischen 10 und 20 zusätzliche Stunden in die Produktion ihrer Videos investiert. Die Unterrichtstunden waren ausnahmslos Doppelstunden. In der folgenden Darstellung lege ich den Fokus auf die Arbeit mit digitalen Medien, insbesondere die Erstellung des Erklärvideos, weniger auf die textanalytische Arbeit.

Am Anfang steht die Lesephase des relativ kurzen, aufgrund seiner altmodischen, stellenweise regional gefärbten Sprache und des ungewöhnlichen Dialog-Charakters für die SchülerInnen sperrigen Textes. Diese Phase spielt sich zu Hause ab.

Im ersten Unterrichtsgespräch werden Leseeindrücke verbalisiert und anschließend (mit verteilten Rollen) die 1. Szene gelesen, bearbeitet und besprochen.

Dann folgt die Sicherung des Inhalts, indem in Partnerarbeit in einem gemeinsamen Dokument (GoogleDocs, ZumPad) eine Inhaltsangabe erstellt wird. Da wir auf einem Wiki arbeiten, kann der Text anschließend durch Peer-Feedback (mehrfach) überarbeitet werden.

Nun kommt das  Erklärvideo ins Spiel: Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien eines guten Erklärvideos mit Hilfe eines professionellen Beispiels, das gleichzeitig inhaltlich an die Inhaltsangabe anknüpft. Schließlich werden die Ergebnisse von einem Protokollanten auf dem Wiki festgehalten:

KRITERIEN EINES GUTEN ERKLÄRVIDEOS:
• langsam, verständlich, sachlich sprechen, angemessen betonen
• adressatengerecht sprechen
• in die Kamera schauen
• freundlich, motiviert sprechen
• auf das Wesentliche beschränken
• korrekte Informationen
• im Zentrum des Bildes stehen, wenn es nur auf die Person ankommt
• interessant darstellen (Grafiken, Fotos, Videosequenzen einfügen)
• schlichter Hintergrund
• gute Audioqualität, gute Ausleuchtung

Ausgehend von der Inhaltsangabe geht es zurück zur Textarbeit, indem ein Themasatz sowie Intentionen des Dramas verfasst  und aufs Wiki hochgeladen werden. Auch hier werden die Texte mit Hilfe des Peer-Feedbacks korrigiert, kommentiert und überarbeitet.

Nun folgt die Aufgabenstellung zur Produktion der Erklärvideos, für die vier Wochen zur Verfügung stehen. Folgende Bewertungskriterien sind zu beachten:

  • Adressaten: MitschülerInnen der Kl. 9
  • verständliche und medial angemessene (vgl. erarbeitete Merkmale eines guten Erklärvideos, s.o.) Umsetzung des Themas
  • Dauer: 2 – 4 Minuten
  • Videos werden nur im schulischen Rahmen gezeigt. Zusatzpunkte erhält, wer sämtliche urheberrechtlichen Vorschriften berücksichtigt, sodass das Video im Netz veröffentlicht werden kann.

Folgende Themen stehen zur Auswahl, wobei jedes Thema max. zweimal gewählt werden kann:

  • Tell – ein Held?
  • „Wilhelm Tell“ – ein aktuelles Drama?
  • Gessler – ein Verbrecher?
  • Wer war F. Schiller? Biografie
  • „Wilhelm Tell“ – ein Freiheitsdrama
  • Tell in der hohlen Gasse (IV, 3)

Folgende Schritte sind zu beachten:

  • Einarbeitung in das Thema
  • Formulierung der Leitfragen/Kernpunkte für das Video
  • Formulierung der zu sprechenden Texte
  • Zusammenstellung / Erstellung von Abbildungen zur Veranschaulichung (ggf. freie Lizenzen)
  • Erstellung des Storyboards
  • Produktion des Videos

WER macht WANN WAS? Ein präziser Zeit- und Arbeitsplan soll auf dem Wiki hinterlegt werden. Ein fester Termin zur Sendung des Videos an mich wird vorgegeben. Die Note für das Erklärvideo wird zu 50% in die Bewertung der 1. Klassenarbeit eingehen, deren 2. Teil wird aus einer schriftlichen Reflexion bestehen (s.u.).

Im Wechsel mit den Doppelstunden, in denen die SchülerInnen an den Videos arbeiten, folgen Unterrichtsstunden, in denen auf klassische Art und Weise mit ausgewählten Szenen des Dramen-Textes (1. Aufzug, 3. Szene; 3. Aufzug, 3. Szene; 4. Aufzug, 3. Szene) gearbeitet wird. Diese textanalytischen Anteile sowie die Fixierung der Ergebnisse ermöglichen ein grundlegendes Verständnis des Dramas.

Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit folgt der Höhepunkt: die Auswertung der Erklärvideos. Sie erfolgt im Klassenverband: Alle Schülerinnen und Schüler sind sehr gespannt auf die Produktionen der anderen – ebenso darauf, wie das eigene Video von den MitschülerInnen bewertet wird. Hier zwei Beispiele:

Wilhelm Tell – ein Held?

„Wilhelm Tell“ – ein aktuelles Drama?

Nachdem das Video gemeinsam angesehen wurde, folgt eine Phase der Fragen / Anmerkungen, oftmals zu technischen Realisierungen. Dann wird das Video nach positiven und negativen Aspekten bewertet. Schließlich wird das Bewertungsgespräch in der Gruppe noch einmal intensiviert, und dessen Ergebnisse mit Hilfe eines digitalen Formulars dokumentiert.

Die anschließende Reflexionsphase geschieht in Partnerarbeit: Überlegt mit eurem Partner, welche Schritte besonders wichtig und welche verzichtbar waren im Hinblick auf das entstandene Video, und notiert eure Ergebnisse auf dem Wiki. Diese Phase dient gleichzeitig der die Unterrichtsreihe abschließenden Klassenarbeit.

Die Aufgabenstellung der Klassenarbeit wird per Mail (in der Klasse zum selben Zeitpunkt) zugesandt:

Hallo,
der Text deiner Klassenarbeit dient der Reflexion über den Lernerfolg beim Erstellen deines/eures Erklärvideos. Bitte vergleiche, was du gelernt hättest, wenn du dich rein schriftlich – z. B. in einer ausführlichen Hausaufgabe, einem schriftlichen Referat oder einer Klassenarbeit – mit deinem Thema auseinandergesetzt hättest mit dem, was du beim Erstellen deines/eures Videos gelernt hast. Gehe dabei folgendermaßen vor:
1. Überlege dir zunächst, ausgehend von deinem Thema, erste wesentliche Punkte, auf die du eingehen möchtest, und notiere sie (5-10 Min.).

2. Notiere in einer Tabelle Stichwörter zu deinen Überlegungen. Ergänze/korrigiere sie. Die Tabelle soll jeweils eine Spalte „Reiner Text“ und eine Spalte „Erklärvideo“ enthalten (15-20 Min.).

3. Formuliere einen nach den beiden Spalten der Tabelle gegliederten Text. Nenne auch das Thema deines/eures Erklärvideos. Formuliere abschließend ein Fazit (max. 30 Min.).

4. Korrigiere den Text sorgfältig (10 Min.) und sende ihn mir per Mail zu.
BEWERTUNGSKRITERIEN (Auszug)

vergleicht seinen/ihren Lernerfolg bei rein schriftlicher Bearbeitung des Themas mit dem beim Erstellen des Videos, z. B. unter folgenden Gesichtspunkten:
• kürzere (Text) bzw. längere (Video) Dauer der Beschäftigung mit dem Thema
• reine Textanalyse-Kenntnisse bzw. tieferes Einsteigen in ein Thema – Elementarisierung
• Individuelle Leistung bzw. Schulung kooperativer Fähigkeiten (Absprachen – Arbeitsverteilung – Meinungsaustausch)
• Medienkompetenzen: Aufnahme – Schneiden – Licht/Ton/Sprache – Recherche – Urheberrechte – Zielgruppenorientierung
• Individuelles bzw. öffentliches/vielstimmiges Feedback
• Motivation- Kreativität

Abschließend das Fazit aus der Klassenarbeit eins  Schülers:

 

Insgesamt sind meiner Meinung nach die Erklärvideos für einen guten Lernerfolg deutlich besser geeignet. Man beschäftigt sich über einen sehr langen Zeitraum mit den Themen und prägt sich diese immer besser ein. Dabei ist man sehr motiviert und hat Spaß daran. Außerdem beschäftigt man sich sehr lange mit dem Buch, um wichtige Informationen zu erkennen. Zudem wird man durch die Erklärvideos viel kreativer und man erwirbt viel Medienkompetenz. Außerdem lernt man, sich richtig zu organisieren und einen Arbeitsplan anzufertigen. Dies ist sehr wichtig, gerade für die Zukunft. Deshalb finde ich, dass ein Erklärvideo einen deutlich besseren Lernerfolg mit sich bringt und dem normalen  Text um einiges voraus ist.

 

Kompetenzen von Lehrkräften für das Unterrichten mit digitalen Medien (Teil 1)

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Der lesenswerte Beitrag der Forschungsgruppe Lehrerbildung Digitaler Campus Bayern zum Thema listet einerseits die Schülerkompetenzen auf, die die Grundlagen für  „ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in der medial geprägten Lebenswelt“  bilden („Medienbildung in der Schule“, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8. März 2012, S. 3. Siehe ebenso „Bildung in der digitalen Welt – Strategie der Kultusministerkonferenz“ vom 8. Dezember 2016). Andererseits gibt der Beitrag einen Überblick über die daraus resultierenden Kompetenzen von Lehrkräften. Ohne die detaillierten Erläuterungen hier zu wiederholen, beschränke ich mich auf die zusammenfassende Übersicht:

Medienbezogene Lehrkompetenzen von Lehrkräften

Planung und Entwicklung

  • Planung des Einsatzes digitaler Medien
  • Gestaltung mediengestützter Lehr-Lernszenarien
  • Identifikation und Einbindung von Software und medientechnischen Optionen
  • Ermöglichung selbst bestimmter, kreativer und eigenaktiver Mediennutzung
  • Berücksichtigung medialer Erfahrungen der Schüler
  • Berücksichtigung medienrechtlicher und -ethischer Konzepte
  • Berücksichtigung motivationaler und emotionaler Faktoren
  • Entwicklung von Lehr-Lern-Arrangements zur Förderung von Reflexionsfähigkeit
  • Entwicklung von Lehr-Lern-Arrangements zur Förderung von Selbststeuerungskompetenz

Realisierung

  • Diagnose des aktuellen Kompetenzniveaus der Schülerinnen und Schüler
  • Feststellung der Effizienz und Effektivität digitaler Lehr-Lern-Arrangements
  • Förderung von Lernprozessen durch adaptive Unterstützung
  • Strategien zur Lösung typischer medientechnischer Probleme
  • Strategien zum Umgang mit medienbezogenen Verhaltensproblemen

Evaluation

  • Sammlung und Auswertung von Informationen zu Lernprozessen und Lernerfolg
  • Reflexion des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht

Sharing

  • Strukturierte Beschreibung digitaler Lehr- und Lern-Arrangements
  • Kommunikation und Weitergabe digitaler Unterrichtsszenarien
  • Recherche, Beurteilung und Adaption fremder digitaler Unterrichtsszenarien

Wie können LehrerInnen diese Kompetenzen erwerben?

Die Ausgangssituationen sind vielfältig: KollegInnen, die sich seit Jahren selbstständig fort- und weitergebildet haben, stehen der großen Gruppe derer gegenüber, die – ähnlich wie die meisten SchülerInnen – u.a. über Anwendungskompetenzen im Bereich Social Media sowie über grundlegende Fähigkeiten z.B. in der Textverarbeitung verfügen.

Über kurz oder lang wird die Digitalisierung in ihrer Breite die Schulen erreichen, und eine Fort- und Weiterbildung der LehrerInnen wird, neben der technischen Ausstattung der Schulen, zentrales Thema werden. Welche Inhalte könnte diese Weiterbildung enthalten? Ich möchte an dieser Stelle in lockerer Folge auf einige aufmerksam machen.

  1. Das Persönliche Lernnetzwerk (PLN)

Jede/r Lehrerin, die sach- und fachgerecht mit digitalen Medien unterrichten möchte, sollte ihr/sein PLN entwickeln.  Solange  die Entwicklung „digitaler Schule“ an Einzelnen oder Wenigen je Schule hängt,  ist eine Vernetzung mit Gleichgesinnten wichtig, bereichernd und inspirierend. Recherche, Information, Kommunikation über Social Media (Facebook, Twitter)  ermöglichen neue Ideen, gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsaustausch. Das PLN hilft, den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu weiten. Dadurch entstehen Kontakte, die in persönliche Beziehungen münden können, wenn man sich z.B. auf einschlägigen Veranstaltungen trifft.

Fünf für mich grundlegende Vor-Denker und -Arbeiter, von denen ich viel lernen durfte, sind:

Darüber hinaus sollte die/der LehrerIn sich möglichst täglich im Netz bewegen, um sich dort „auszukennen“. Das Internet sollte zum Leitmedium werden, seine unüberschaubare Größe sollte erfahrbar, Methoden zur Orientierung sollten eingeübt, Kenntnisse über seriöse / unseriöse Webseiten erworben und letztlich ein Gefühl für dieses dynamische Medium erlangt werden, das die nötige Sicherheit im Umgang damit im Unterricht gibt.

 

 

Welchen Mehrwert haben digitale Medien für das schulische Lernen?

Bildung unter Bedingungen der Digitalität

Antwort auf Christian Ebels Frage nach dem Mehrwert digitaler Medien (vgl. auch: Zusammenfassung aller Antworten).

tl;dr

Der Mehrwert des Flugzeugs besteht nicht darin,
schneller zum Bäcker zu kommen.
Der Mehrwert digitaler Medien besteht nicht darin,
alte Ziele schneller zu erreichen.


Engelbert Thaler, ein Englisch-Didaktiker aus Augsburg, bringt in einem Interview eine sehr weit verbreitete Vorstellung davon zum Ausdruck, was (digitale) Medien sind und welche Funktion sie für den Unterricht haben:

Entscheidend bei den Medien ist, dass man sich an die Bedeutung des Wortes erinnert: Die haben halt eine dienende Funktion, also „Go for goals!“. Die erste Frage muss nach den Unterrichtszielen sein, die zweite Frage kann erst nach den Mitteln und Wegen dorthin sein.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?t=400&v=8LcdKfDVgYI#t=7m7s
(Nachzulesen auch unter: http://www.lehrer-online.de/1019038.php)

Nun ist die These, dass die Bedeutung (oder die Etymologie) des Wortes “Medium” in irgendeiner Weise auf dessen dienende Funktion hinweise, zwar grundfalsch, aber höchst interessant: Denn wer Medien…

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Medienkompetenzen zertifizieren

Schule vermittelt Kompetenzen, bewertet und zertifiziert sie. Somit entsteht auch im Bereich „digitaler Schule“ die Notwendigkeit, die Medienkompetenzen der SchülerInnen  erkennen, bewerten und zertifizieren zu können.

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Vergleicht man die Medienkompetenzen solcher SchülerInnen mit denen derjenigen, die die herkömmliche „analoge Schule“ absolvieren, sind in den meisten Fällen deutliche Unterschiede festzustellen:  Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind diejenigen, die täglich mit dem Tablet (und dem Netz) arbeiten, jenen meilenweit voraus. Selbstverständlich sollten die betreffenden Kompetenzen auch zertifiziert (und beispielsweise dem Zeugnis beigefügt) werden.

Der lesenswerte Beitrag der Forschungsgruppe Lehrerbildung Digitaler Campus Bayern  listet die zu vermittelnden Schülerkompetenzen (inkl. anschaulicher Erläuterungen) klar und deutlich auf:

Zielkompetenzen

der Schülerinnen und Schüler

Bedienen und Anwenden

digitaler Medien

 

Suchen und Verarbeiten von Informationen

mithilfe digitaler Medien

 

Kommunizieren und Kooperieren

mit digitalen Medien

 

Produzieren und Präsentieren

mit digitalen Medien

 

Erkennen von Lernpotenzialen und Entwickeln von Lernstrategien

mit digitalen Medien

Erwerben und Anwenden von Wissen

über digitale Medien

Analysieren, Reflektieren und Diskutieren

über digitale Medien

 

Selbstreguliertes und verantwortungs-bewusstes Handeln

mit digitalen Medien

 

Um diese Kompetenzen differenziert vermitteln, erkennen und bewerten zu können, bedarf es selbstverständlich ihrer ebenso auf der Seite der LehrerInnen. Auch darauf geht der Beitrag dezidiert ein (ich komme später darauf zurück).

Da weit und breit diesbezügliche LehrerInnenfortbildung  nicht (oder kaum) stattfindet, haben wir jetzt schulintern damit begonnen.

Meine ersten Learningapps

Habe soeben meine ersten Learningapps erstellt:

1. Finde die Zitierfehler!

Screenshot (15)

 

2. Rhetorische Stilmittel, Teil 1

Screenshot (16)

 

3. Rhetorische Stilmittel, Teil 2

Screenshot (18)

 

4. Kennst du die Zitier-Regeln?

Screenshot (19)