Balladen mit Playmobil in Szene setzen

Playmobilfiguren im DU eines Gymnasiums? Das hätte ich mir bis vor kurzem kaum vorstellen können. Dann las ich von der Verleihung des Grimme Online Awards an Sommers Weltliteratur to go und war so angefixt, dass ich es in meinem DU selbst versuchen wollte. In einer Kombination aus (klassischer) Textanalyse von Balladen und deren medialer Umsetzung in Videos mit SchülerInnen der Kl. 7 (Tabletklasse) gelang eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Texten, die viel mehr bot als bloße Textuntersuchung.

Zielgruppe: SchülerInnen Kl. 7-9

Kontext: Lesen – Umgang mit Texten (hier: Balladen) und Medien

Lernziele:

  • SuS unterscheiden Merkmale epischer, lyrischer und dramatischer Texte.
  • SuS wenden textimmanente Analyseverfahren an und verfügen über die dazu erforderlichen Fachbegriffe.
  • SuS untersuchen Balladen und erarbeiten deren Merkmale und Funktionen sowie die Konstellation der Figuren, deren Charaktere und Verhaltensweisen.
  • SuS verändern unter Verwendung akustischer, optischer und szenischer Elemente Texte und präsentieren ihre Ergebnisse in medial geeigneter Form.
  • SuS kommunizieren mit Hilfe audiovisueller Medien (Kamera, Bild, Ton, Licht, Schnitt) von der Planung und Recherche über die Produktion bis hin zur Präsentation.
  • SuS erlernen und wenden filmische Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten an.
  • SuS entwickeln ästhetische Wahrnehmung und kritisches Bewusstsein gegenüber Medienangeboten.
  • SuS diskutieren und bewerten die Videos anhand vorgegebener Kriterien.
  •  SuS reflektieren ihren Lernprozess.


1. Schritt: Klassische Textanalyse mehrerer Balladen (Schiller: „Der Handschuh“ , Fontane: „Die Brück‘ am Tay„, Goethe: „Der Fischer„, „Erlkönig„). Arbeitsschritte: Bearbeitung (Lesen, Markieren, Gliedern) – Vortrag mit verteilten Rollen – Textproduktion: Einleitung (Themasatz), Hauptteil (Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich, sprachlich und formal)

Beispiele (Lernplattform Wiki)

2. Schritt: Überarbeitung der Analysen – Partner-Feedback 

3. Schritt: Zitierweise einüben

4. Schritt: Gruppenarbeit (4/5 SuS): Bitte erstellt kurze (max. 3 Min.) Videos zu einer ausgewählten Ballade! (Zeit: 3 Wochen)

Arbeitsschritte:

  • Nochmalige Bearbeitung der Texte (analog: Textmarker, Stift/Notizen)
  • Begründung der Auswahl einer Ballade (Wiki)
  • Hauptaussagen der Ballade?
  • Entscheidungen: Was soll gezeigt, was soll nicht gezeigt werden? Warum (nicht)?
  • Entscheidungen: Wie kann die Aussageabsicht des Textes am besten visualisiert werden?
  • Formulierung der zu sprechenden Texte (mindestens Stichwörter)
  • Erstellung des Storyboards (Abfolge des Videos)
  • Aufnahme des Audios
  • Aufnahme des Videos (z.B. mit Handy, Kamera)
  • Schnitt 

Organisiert eure Arbeit sorgfältig, und erstellt einen genauen Arbeitsplan (wer macht wann was?) auf einem ZumPad!

Beispiel zu Fontanes Die Brück‘ am Tay

5. Schritt: Vorstellung der Videos

Beispiel zu Schillers „Der Handschuh“

Beispiel zu Goethes „Der Fischer“

6. Schritt: Gemeinsame Bewertung der Videos (online)

Bewertungsbogen

7. Schritt: Reflexion des Lernprozesses

Arbeiten auf einer gemeinsamen Lernplattform

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Was trägt ein Projekt-Wiki bei zur Realisierung „digitaler-Schule“?

Biblische Texte bearbeiten und mit Videos aktualisieren

Zielgruppen: SchülerInnen Kl. 8 – Q1

Kontext: Unterrichtsreihe zum Thema JESUS (in vielfältigen Zusammenhängen)

Lernziele:

  • Analyse biblischer Texte
  • Aktualisierung bibl. Texte
  • Vortrag einer Interpretation zu einem bibl. Text
  • Fähigkeit zur Kommunikation mithilfe audiovisueller Medien (Kamera, Bild, Ton, Licht, Schnitt) von der Planung und Recherche über die Produktion bis hin zur Präsentation
  • Erlernen und Anwenden filmischer Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten
  • Entwicklung ästhetischer Wahrnehmung und kritischen Bewusstseins gegenüber unterschiedlichen Medienangeboten


1. Schritt: Die Heilung des Besessenen von Gerasa (Mk 5,1-20)

2. Schritt: Sicherung des Inhalts: Inhaltsangabe als gemeinsames Dokument (ZumPad) in Gruppenarbeit

3. Schritt: Fragen zum Text stellen: Fragen werden erarbeitet und als Grundlage der Weiterarbeit auf der Lernplattform fixiert: Von hier aus sind sie allen zugänglich, exemplarisch werden einige besprochen

4. Schritt: Beantwortung der Fragen: Arbeitsteilige GA auf der Grundlage einschlägiger Materialien

(Auslegung: http://www.lectiobrevior.de/2011/06/zu-mk-51-20-der-besessene-von-gerasa.html)

5. Schritt: Aktualisierung des Bibeltextes: Aufgabe: Produziert ein Video, das eine euch wichtige Aussage aus Mk 5, 1-20 aktualisiert wiedergibt!

Erläuterungen, Materialien, weitere Hinweise, insbesondere zur Anfertigung (Aufnahme, Schnitt) des Videos in der Fortbildung!

 

 

 

 

 

Gottes-Bilder erschließen mit Hilfe digitaler Medien

Folgende Überlegungen sind im Rahmen einer gemeinsamen Reihenentwicklung mit dem Pastoralassistenten Simon Hesselmann entstanden.

Zielgruppe: SchülerInnen Kl. 7 – Q1

Kontext: Unterrichtsreihe zum Thema GOTT (in vielfältigen Zusammenhängen)

Lernziele: SuS

• erläutern eigene Vorstellungen von Gott bzw. ihre diesbezüglichen Schwierigkeiten, finden Gemeinsamkeiten / Unterschiede zu Vorstellungen anderer, bringen sie in einen Bezug zueinander

• lernen die vier Schritte einer Bildanalyse kennen bzw. vertiefen diese durch Einübung an unterschiedlichen Gottes-Bildern

• vergleichen unterschiedliche Gottes-Bilder miteinander

• erläutern die Frage nach deren Intentionen und Funktionen

• lernen das Tool Thinglink, seine Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten kennen und erwerben die entsprechenden Anwendungskompetenzen

• erschließen sich mit Hilfe der vier Fragen (s.o.) ein ausgewähltes Gottes-Bild mit Hilfe von kooperativ zu bearbeitenden Dokumenten

• erläutern an ausgewählten Bibelstellen zentrale Merkmale biblischen Sprechens von und mit Gott

• finden Anknüpfungspunkte für ihre Deutungen der Gottes-Bilder und ergänzen diese ggf.

erwerben die Fähigkeit zur Kommunikation mithilfe audiovisueller Medien, verlinkt auf ihrem Thinglink (Video, Audio, Bild, Ton) von der Planung und Recherche über die Produktion bis hin zur Präsentation

• präsentieren ihr Thinglink vor der Klasse

• bewerten die Thinglinks gemeinsam online

•beurteilen Möglichkeiten und Grenzen von Gottes-Bildern in einem kooperativ erstellten Dokument

entwickeln ästhetische Wahrnehmungsfähigkeiten und kritisches Bewusstsein gegenüber unterschiedlichen Medienangeboten im Netz

1. Schritt: „Gott ist…“ –  eigene Gottesvorstellungen

2. Schritt: Biblische Gottes-Bilder / Metaphern

3. Schritt: Von der Metapher (Hör-Bild) zur bildenden Kunst (Seh-Bild)

4. Schritt: Bilderschließung mit Thinglink:
Beispiel: https://www.thinglink.com/scene/1174733971934674945

5. Schritt: gemeinsame Bewertung der Thinglinks (online)

6. Schritt: Reflexion: Ergänzung der Mindmap um Möglichkeiten/Grenzen von Gottes-Bildern

Erläuterungen, Materialien, weitere Hinweise in der Fortbildung!

 

„Einstiegsdroge“ Thinglink

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Wir (Clara-Fey-Schule Schleiden) beginnen die flächendeckende Arbeit mit digitalen Medien in der Jahrgangsstufe 7. Will man nicht direkt mit der Produktion von Erklärvideos beginnen und seinen Schülerinnen und Schülern sowie sich selbst unnötige Frustrationen ersparen, bietet sich als Vorstufe zum Video das Tool Thinglink an. Damit lassen sich Bilder (über Links, die durch Icons gekennzeichnet werden) um Texte, weitere Bilder, Videos, Audios anreichern. Thinglink  lässt sich in vielfältigen Unterrichtsphasen einsetzen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findet sich u.a. hier

In der kostenfreien Version für den Lehrer kann ein Bild hochgeladen werden, farbige Icons auf dieses gesetzt und mit Links versehen werden. Somit kann ein Thinglink (Beispiel zum Thema „Wie sind die Evangelien entstanden?“) als Element des Flipped Classrooms z.B. als Vorbereitung auf ein Thema zu Hause verwendet werden.

Eigentliches Ziel bleibt natürlich, wie immer, die Produktion eines Thinglinks durch die Schülerinnen und Schüler selbst: Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken: Das Tool vereint bzw. fördert alle o.g. Skills. Um Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu ermöglichen, ist ein etwa 40€ teurer Account nötig, mit dessen Hilfe die Lehrerin/der Lehrer Zugangcodes zur Verfügung stellen kann.

Besonders gut geeignet erscheint der Einsatz eines Thinglinks, wenn SuS etwas vorstellen möchten, sei es als Referat, als Präsentation oder als Zusammenfassung am Ende einer Unterrichtsreihe. Dabei sollten z.B. Gruppen mit vier Schülerinnen und Schülern, die sich jeweils mit einem Bild beschäftigen, gebildet werden, um die Netzressourcen im Raum nicht zu überlasten. Hierzu reicht es aus, wenn alle vier Beiträge offline erstellen, die dann ein Gruppenmitglied online einfügen kann.

Kreativität: Zunächst muss ein geeignetes, aussagekräftiges, themengebundenes Foto ausgewählt werden. Da das Thinglink interessant sein und  neugierig machen soll, müssen die Inhalte abwechslungsreich, adressatenbezogen und anspruchsvoll sein. Besonders gerne werden Eigenproduktionen (Audios, Videos, Texte, Bilder) gesehen.

Kollaboration: Mehrere Personen können gleichzeitig an einem interaktiven Bild arbeiten, außerdem können bereits erstellte Thinglinks, auf die zugegriffen werden kann, verändert werden.

Kommunikation: Wird das Thinglink gemeinsam erstellt, sollte die Arbeit effizient organisiert und der Arbeitsverlauf ebenso dokumentiert werden, z.B. auf einem Wiki. Das das Produkt geteilt werden kann, z.B. über Social Media, kann  sich direkt eine Einübung in die einschlägigen Kommunikationsfunktionen anschließen.

Kritisches Denken: Welches Video wird meinem/unserem Ziel gerecht? Welches Bild ist aussagekräftig, welche Quelle verlässlich? Während der Recherche ergeben sich zahlreiche Situationen, in denen kritisches Bewusstsein geschärft wird.

Während aller Arbeitsschritte gilt es, Urheberrechte zu beachten, eine weitere Übung, die die souveräne und kritische Gestaltung des Netzes durch die Schülerinnen und Schüler fördert.

Links:

https://blogs.rpi-virtuell.de/digital/category/unterricht/

http://traegheitderklasse.blogspot.com/2014/10/kleine-beruhrung-groe-wirkung-mit.html

http://geoges.ph-karlsruhe.de/mhwiki/index.php5/ThinkLink_-_Bilder_mit_Musik,_Videos,_Texten_und_mehr_vernetzen

http://www.medienfundgrube.at/?portfolio=36-thinglink-fuer-video

https://www.schule.at/tools/detail/twiddla-online-tafel.html

 

 

Auf einen Blick: was Jugendliche be-sinnlich finden

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Hier noch einmal alle Links (sowie eine Zugabe) zu den von meinen SchülerInnen ausgesuchten Morgenimpulsen:

  1. Video von Nina Mielitz, Was wisst ihr denn eigentlich schon davon?: https://www.youtube.com/watch?time_continue=13&v=1YahzpDXXkU
  2. Film Butterfly Circus: https://youtu.be/wtPpa7_X39A
  3. Radiobeitrag aus der Reihe Angedacht: http://www.evpfalz.de/podcast/index.php?id=1533
  4. Spuren im Sand, ein Text von Margaret Fishback Powers: http://www.elefantastisch.de/spuren.htm
  5. Poetry-Slam von Julia Engelmann: https://www.youtube.com/watch?time_continue=94&v=DoxqZWvt7g8
  6. Video Logic – Black SpiderMan ft. Damian Lemar Hudson (Lyrics): https://www.youtube.com/watch?v=qHcnbg_JJTU
  7.  Video Most Shocking Second a Day Video: https://www.youtube.com/watch?v=RBQ-IoHfimQ

Was Jugendliche be-sinnlich finden (6) : Logic – Black SpiderMan …

Hier kommt der 6. Morgenimpuls, den meine SchülerInnen ausgewählt haben: