1. Schritt in Richtung Medienscouts

Welches Konzept eignet sich am besten zur Förderung der Medienkompetenz möglichst vieler Schülerinnen und Schüler? Welcher renommierte Partner bietet ein solches Konzept für unsere Schule (Gymnasium NRW, kirchlicher Schulträger, ländliche Region, ca. 1000 Schüler) an? Diese Frage beschäftigte mich während der Sommerferien. Überzeugt hat mich letztlich der Peer-to-Peer-Ansatz des LfM-Projekts Medienscouts NRW:

http://www.medienscouts-nrw.de/

Die Schüler als Ansprechpersonen in Sachen Medien auszubilden, scheint mir vielversprechender als eine (die Beteiligten verpflichtende) Implementation ins schulinterne Curriculum, wie sie andere  Projekte vorsehen. Die technischen und personellen Voraussetzungen sind vorhanden, sodass der 1. Workshop zum Thema „Internet und Sicherheit“ an einem freien Samstag von 9 – 16.00 Uhr in der Schule stattfinden konnte. 12 Teilnehmer – Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-11 – brachten ihr eigenes Equipment (Laptop/Tablet und Handys) mit – vorteilhaft insbesondere, weil die Arbeit mit dem eigenen Gerät somit ganz automatisch nicht nur dem (gewohnten) Konsumieren, sondern auch der Einübung ins Produzieren diente. Gespannt und freudig erwartend waren alle gekommen, daran änderte auch die Schulumgebung und der WS-Leiter, der einigen auch als Lehrer bekannt ist, nichts.

Nachdem der einleitende Film mit den Aufgaben eines Medienscouts vertraut gemacht hatte, breitete sich Unsicherheit aus: „Wir sollen Ansprechpersonen sein für die ganze Schule? Wie soll das gehen?“

Die Erarbeitung der Themen, u.a. Technischer Schutz, Passwörter, Mail / Spam, Wikipedia, Datenschutz / Privatsphäre, Chat, YouTube, Werbung / Abzocke, Pornografie und Urheberrecht, geschah in Kleingruppen und oftmals arbeitsteilig, verbaler Austausch war selbstverständlich, Unterstützung über Altersgrenzen hinweg (in beide Richtungen) wohltuend und effizient. Zwei Personen hatten technische Schwierigkeiten.Auch ihnen wurde wie selbstverständlich geholfen.

DSC_0539 Kern des Workshops stellte die Vorbereitung der Präsentationen der einzelnen Gruppen dar. Den Vorschlag im Arbeitsmaterial, analoge Plakate zu erstellen, ersetzte ich kopfschüttelnd durch die digitale Variante. Das ansonsten akribisch vorbereitete und sehr detaillierte Material bedarf bezgl. des Lehrerhandbuchs „Knowhow für junge User“ nach 8 Jahren (!) unbedingt einer Auffrischung – die ist aber, laut Auskunft von Klicksafe, für den Herbst vorgesehen. Die Organisation der Arbeit in den Gruppen verlief m.E., im Vergleich mit „normalem Unterricht“, reibungsloser und selbstverständliicher.  Gearbeitet wurde fast ausschließlich mit den digitalen Dateien der Medienscouts-Webseite, die ebenso zur Verfügung gestellten Ausdrucke erwiesen sich als überflüssig. Gruppendynamisch stellte sich rasch jahrgangsstufenübergreifend eine offene und freundliche Atmosphäre ein.

Die Auswertung der 12 Sachthemen war ergiebig, aber auch sehr umfassend und daher anstrengend. DSC_0579Letztlich kann es aufgrund der Fülle der zu behandelnden Themenbereiche wohl nur auf „Experten-Medienscouts“, die sich in jeweils einem Themenfeld gut auskennen, hinauslaufen.

Und die für diese Themen dann Ansprechpersonen sind bzw. selbst ausbilden können. Bis dahin bedarf es sicherlich einer permanenten Vertiefung und Weiterbildung innerhalb der Themen.

Das Feedback sieht folgendermaßen aus: 45% bewerten den WS mit sehr gut, 27% jeweils mit sehr gut-gut bzw. gut. Damit bin ich zufrieden und freue mich auf den nächsten Workshop zum Thema „Social communities“, der mir besonders am Herzen liegt.

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